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Tom Mannewitz: "Nazi-Outing". Ziele, Funktionen und Probleme, in: Bundeszentrale für Politische Bildung: Dossier Linksextremismus vom 21. Mai 2012. im Netz

Daten

  • Aufsatz


Inhalt

Der Verfasser weist auf praktische, rechtliche und ethische Probleme hin, die bei der Publikation von Personendaten von Aktivisten aus der rechtsextremen Szene gegen den Willen der Betroffenen auftreten. Dabei sieht er neben der "Fehleranfälligkeit des Verfahrens" vor allem ein demokratietheoretischen Problem:
Den Antifa-Aktivisten ginge es nicht primär um die Bekämpfung des Rechtsextremismus und um die Rückgewinnung derRechtsextremisten für das demokratische Lager, sondern um "möglichst hohen Schaden für den Einzelnen". Im Ergebnis seien "Nazi-Outings" völlig kontraproduktiv, da sie einen größeren Zusammenhalt unter Rechtsextremisten bewirkten, den Ausstieg aus der Szene erschwerten und Aufschaukelungsphänomene zur Folge hätten. "Nazi-Outings" seien Ausdruck eines ideologisch motivierten Hasses und ein Instrument zur Stabilisierung der linksextremistischen Szene, aber kein Element der wehrhaften Demokratie